Majestätische Wanderung am Königssee
Am südöstlichsten Zipfel Deutschlands gelegen locken die Berchtesgadener Alpen mit einem einmaligen Naturjuwel. Eine Wanderung am und oberhalb des Königssees bietet spektakuläre Panoramen und wunderschöne Landschaften. Vom Königssee wandern wir bis zum idyllischen Kärlingerhaus und von dort nach einer Übernachtung in der urigen Hütte hinauf zum Viehkogel, bevor es auf einem anderen Weg wieder hinunter zum See geht.
Ein Tourentipp von Nina aus dem Sport Bittl Einkaufs-Team.
Was macht die Tour attraktiv?
- Einmalige Natur: Mitten im Nationalpark Berchtesgaden gelegen, lockt die Königssee-Region mit wunderschönen Panoramen und einer reichen Tier- und Pflanzenwelt.
- Abwechslung garantiert: Die Landschaft ist so abwechslungsreich wie kaum sonst irgendwo in Deutschland – See, Wälder, schroffe Felsgipfel, saftige Wiesen, alles ist dabei!
- Gutes Wegenetz: Auch wenn Du die Wanderung nicht genau so wie hier beschrieben machen möchtest, am Königssee findest Du zahlreiche Wandermöglichkeiten in allen Längen und Schwierigkeitsgraden.
- Highlight Königssee-Schifffahrt: Zum Anfang und Ende der Tour ist man auf das Schiff angewiesen – leise gleiten die Elektro-Boote über den See und bieten tolle Ausblicke auf die umliegenden Berge.
Die wichtigsten Fakten
- Anreise per Zug/ Bus: Gut öffentlich möglich: Zug bis Berchtesgaden, Bus zum Königssee.
- Anreise per Auto: Parken in Berchtesgaden, TIPP!! - Parkplatz - Ludwig-Ganghofer-Straße 44 in Berchtesgaden (am Wochenende sogar kostenlos) von da aus kann man zum Hauptbahnhof laufen und mit dem Bus direkt zum Königssee fahren. Alternativ kann man natürlich auch direkt am Königssee parken, dies ist allerdings sehr teuer (bis 8h 10€, bis 24h 20€).
- Jahreszeit: Juni bis Oktober
- Übernachtung: Kärlingerhaus, Öffnungszeiten Ende Mai – Mitte Oktober, es empfiehlt sich unbedingt vorher zu reservieren.
- Schwierigkeit: Anspruchsvolle 2-Tages Tour
- Länge/ Höhenmeter: Aufstieg von Salet über den Sagerecksteig zum Kärlingerhaus (1.631m) 6,4km/ 1190hm. Anschließend Aufstieg zum Viehkogel (2.158m) 5km/ 532hm. Abstieg über Saugasse nach St. Bartholomä 9,7km /1297hm.
Aufstieg über den Sagerecksteig
Die Tour beginnt ganz entspannt: Vom Parkplatz am Königssee geht es zunächst per Schiff zur Haltestelle Salet. Schon die Fahrt auf den ruhig dahingleitenden Elektrobooten bietet grandiose Ausblicke auf die umgebende Bergwelt. Angekommen an der Saletalm kann man noch einen kurzen Abstecher zum idyllischen Obersee machen (ca. 30 Minuten hin und zurück) oder direkt den Aufstieg starten.
Der Weg führt dabei zunächst noch kurz am See entlang, wird aber schon bald steiler und man gewinnt ordentlich Höhenmeter auf dem Sagerecksteig. Die steilsten Stellen sind mit Drahtseilen und Holztreppen abgesichert und die Ausblicke hinunter zum Königssee entschädigen für alle Anstrengungen.
Hinauf zum Kärlingerhaus
Weiter oben im Anstieg kommt man am Grünsee vorbei, der durch seine intensive Farbgebung beeindruckt. Der Steig führt noch etwas bergauf, bevor man schließlich das Kärlingerhaus (1.631m) erreicht und sich eine Stärkung redlich verdient hat. Die urige Alpenvereinshütte ist zudem der Zielpunkt der ersten Etappe und die Übernachtungsstation.
Das Kärlingerhaus bietet auch einen fantastischen Blick auf den verwunschen wirkenden Funtensee (rechts im Bild), der als kältester Ort Deutschlands gilt. Da er sich mitten in den Bergen in einer Talsenke befindet, sammelt sich hier im Winter die kalte Luft und im Jahr 2001 wurde eine Temperatur von -45,9 Grad gemessen, das ist absoluter Rekord.
Auf zum Gipfel
Nach einer Übernachtung im urigen Kärlingerhaus gibt es am zweiten Tag der Tour nochmal eine kleine Herausforderung, die aber mit gut 500 Höhenmetern deutlich entspannter ist als der Aufstieg vom Vortag. Um zum Viehkogel zu gelangen wandert man durch eine offene Wiesensenke und folgt zunächst einem steilen und steinigen Weg in Richtung des Ingolstädter Haus bis zu einem Sattel.
Von dort geht es an der ausgeschilderten Abzweigung weiter gen Gipfel und man passiert die Viehkogeltalhütte und setzt die Umrundung des Viehkogels fort. Vom Rücken des Berges her nähert man sich dann dem Gipfel und läuft die letzten Meter in Richtung des grasbewachsenen Gipfelhangs.
Majestätischer Ausblick
Auf dem Gipfel des Viehkogel (2.158m) hat man schließlich den höchsten Punkt der Tour erreicht und wird mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Der 360-Grad Panoramablick schweift auf die kargen Felslandschaften des Steinernen Meers.
Auf der anderen Seite blickt man hinunter zum Funtensee und weit hinaus zum glitzernden Blau des Königssee. Zeit zum Genießen, Durchatmen und für eine zünftige Brotzeit, bevor es auf demselben Weg wie vorher wieder an den Abstieg geht. Wer Glück hat wird hier auch sicherlich das ein oder andere neugierige Murmeltier treffen, auch Steinböcke und Gämsen sind im Nationalpark beheimatet, ein wachsames Auge lohnt sich also!
Abstieg über die Saugasse
Beim Abstieg vom Viehkogel biegt man kurz vor Erreichen des Kärlingerhaus dieses Mal in die andere Richtung ab. Nach einem kurzen Gegenanstieg geht es dann zunehmend steiler nach unten.
Vor allem in der Saugasse ist es richtig steil, man könnte auch sagen sausteil, doch die vielen Serpentinen und der Fakt, dass es bergab geht, machen die Sache deutlich erträglicher.
Die Serpentinen leiten bis hinunter in den Talgrund und rechts und links wird man begleitet von beeindruckenden Felswänden. Schließlich geht es noch ein kurzes Stück durch den Wald, bevor der Weg immer wieder direkt am See vorbeikommt.
Zurück am Königssee
Am See angekommen kann man sich nach dem schweißtreibenden Marsch eine verdiente Abkühlung im glasklaren Wasser gönnen oder zumindest die strapazierten Füße ein wenig abkühlen.
Der Rest des Weges führt flach am See entlang zur berühmten Barockkirche St. Bartholomä. Die Tour hält hier zum Abschluss neben all den landschaftlichen Highlights nun auch ein architektonisches Juwel bereit, welches sich harmonisch in die Natur einfügt.
Von der kleinen Halbinsel Hirschau, wo die Kirche liegt, gelangt man bequem per Schiff wieder zurück zum Ausgangspunkt der Tour und kann noch einmal das atemberaubende Seepanorama genießen.
Vielen Dank an den Fotografen Markus Müller, der uns die Bilder für diesen Tourentipp zur Verfügung gestellt hat.
Weitere herausragende Fotografien von ihm findest Du auf Photo Nature oder über Instagram.
Empfohlene Ausrüstung
- Bergschuhe mit Profilsohle und Knöchelschutz
- Trekkingrucksack
- (Teleskop)-Wanderstöcke zur Entlastung der Knie
- Kälte- und Wetterschutz (Bekleidung) nach dem Mehrschichtenprinzip
- Hüttenschuhe
- Handtuch
- Erste-Hilfe-Päckchen
- Sonnenschutzmittel und Sonnenbrille
- Taschenlampe / Stirnlampe
- Hüttenschlafsack
- Ausreichend Verpflegung
- (Karten-)Spiele für abends
Wir wünschen Dir viel Spaß bei der Tour!