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Laufschuhe (470)

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Welcher Laufschuh passt zu Deinem Laufstil?

Die verschiedenen Laufschuh-Kategorien

Laufschuhe werden herstellerseitig in unterschiedliche Kategorien eingeteilt:

  • Neutralschuhe
  • Stabilschuhe
  • Geländeschuhe (Trail-Schuhe)
  • Wettkampfschuhe

Die verschiedenen Arten von Joggingschuhen unterscheiden sich in Dämpfung und Stabilisation, weshalb wir vor dem Kauf eines Laufschuhs unbedingt zur Analyse Deines Laufstils und Deines Fußes raten. 

Neutrale Laufschuhe

Neutrale Laufschuhe erhalten diese Zuordnung aufgrund ihres neutralen Sohlenaufbaus. Die Sohle weist keine stabilisierenden Elemente auf, insbesondere keine Pronationsstütze. Diese Art der Laufschuhe eignet sich für viele Läufer, in der Regel aber nicht bei Übergewicht, für Asphaltläufe oder starker Untrainiertheit. Neutralschuhe unterstützen ein natürliches Abrollverhalten und bieten Flexibilität. Die Dämpfung ist weniger stark ausgeprägt, dadurch wird ein besseres Gefühl für den Untergrund und ein natürlicheres Laufen ermöglicht.

Neutralschuhe eignen sich bei folgenden Fuß(fehl)stellungen:

  • normale Fußstellung
  • mit Supination
  • Hohlfuß mit Supination
  • leichte Überpronation

Neutrale Schuhe und Dein Gewicht:

Generell spielen der Untergrund, auf dem Du läufst und Dein Gewicht bei der Wahl des passenden Laufschuhs eine wichtige Rolle. Zu Neutralschuhen greifst Du, wenn Du ein

  • leichter bis mittelschwerer Läufer
  • untrainierter bis gut trainierter Läufer 

bist und auf weichem bis mittelhartem Untergrund läufst. Neutralschuhe sind für lange und ruhige Dauerläufe gedacht.

Neutralschuhe mit mehr Dämpfung (= Dämpfungsschuhe)
Unter den Neutralschuhen finden sich auch Schuhe mit (deutlich) stärkeren Dämpfungselementen (= Cushion). Dieses Mehr an Dämpfung kommt schweren untrainierten oder Läufern mit Übergewicht zugute und wird in der Produktbeschreibung angegeben. Normalgewichtige Läufer, die nicht auf sehr hartem Untergrund trainieren, sollten jedoch auf eine starke Dämpfung verzichten, da diese sich sogar nachteilig auswirken kann.

Stabile Laufschuhe

Stabilschuhe oder auch Stabilitätsschuhe heißen so, weil sie über Pronationsstützen verfügen, die den Fuß vor zu starkem Einknicken schützen und Halt geben. Wie der Name schon verrät, stabilisieren diese Laufschuhe den Fuß  besonders und bewahren diesen vor allem vor einem zu starken Einknicken nach Innen. Dieserlei Art von Schuhen sind besonders bei Senkfüßen oder Überpronation zu empfehlen, da sie mit stärkerer Zwischensohle, teilweise einer ausgeprägteren Dämpfung und verstärkenden Elementen (z.B. Fersenschale) ausgestattet sind. Stabilschuhe erkennst Du beim Kauf an der leichten bis mittelstarken Pronationsstütze auf der Innenseite des Schuhs, die meist dadurch deutlich gemacht wird, dass die Schuhinnenseite eingefärbt ist. Je dunkler die Färbung, desto stärker die Stütze.

Stabilschuhe eignen sich für folgenden Läufertyp:

  • leichte bis schwere Läufer mit leichter bis mittelstarker Überpronation

Sie sollten für lange, ruhige Dauerläufe im Fersenlauf getragen werden, wobei der Untergrund keine Rolle spielt, da sie so oder so starke Stabilität bieten. Du kannst wählen zwischen stabilen Laufschuhen mit geradem oder leicht gebogenem Leisten. Das natürliche Abrollverhalten Deine Fußes wird jedoch besonders vom leicht gebogenen Leisten unterstützt.

Was Du bei der Auswahl eines Stabilschuhs beachten solltest

Bevor Du zu einem Stabilschuh greifst, solltest Du unbedingt abklären, ob die Fehlstellung Deiner Füße durch regelmäßiges Training oder Stärkung des Fußes überhaupt beseitigt werden kann. Bei Fehlstellungen, die einer nicht behandelbaren Ursache zugrunde liegen (wie zum Beispiel bei O-Beinen), ist vom Kauf von Stabilschuhen abzuraten.

Die Stütz- und Dämpfungseigenschaften stabiler Laufschuhe sollten auf den jeweiligen Läufer zugeschnitten sein, denn eine zu starke Ent- oder Belastung des Fußes kann zu erheblichen Problemen führen. Daher ist eine ausführliche Beratung sowie eine Laufanalyse empfehlenswert.

Gelände-/Trailschuhe

Zu Trail Laufschuhen oder auch Gelände-Schuhen greifst Du, wenn Du auf unebenen und steinigen Untergründen fernab befestigter Wege unterwegs bist und im Wald oder auf Geröll trainierst. Trailschuhe sind besonderen Belastungen ausgesetzt und werden daher mit robustem, wasserabweisendem Obermaterial ausgestattet. Meist gehören eine verstärkte Zehenkappe sowie eine Fersenschale zur Ausstattung. Das alles führt zu etwas mehr Stabilität, die im Gelände vonnöten ist. Ansonsten 

Durch eine geringere Sprengung der Zwischensohle sind ein natürlicheres Laufen und eine bessere Trittsicherheit möglich und die Verletzungsgefahr durch Umknicken wird verringert. Das natürliche Laufen wird darüber hinaus durch die dünne Sohle unterstützt, welche mehr Torsion des Fußes und damit die Flexibilität des Schuhs gewährleistet. Das hervorstechendste Merkmal von Trailschuhen ist die grobe Außensohle. Diese gibt dank ihrer starken Griffigkeit auch auf unebenstem Boden und im Schnee genügend Halt. Aufgrund der griffigen Außensohle eignet sich diese Art Laufschuh nicht nur für das Gelände, sondern bietet sich auch im Winter bei glattem Untergrund als Alternative an.

Wer trägt Trailschuhe?

  •  Läufer mit normaler Pronation und Läufer mit Überpronation

Die Nachteile von Laufschuhen für das Gelände

  • Wasserdichte Membrane: begrenzte Atmungsaktivität - Schwitzfeuchtigkeit verbleibt ebenso am Fuß wie hineingelaufenes Wasser 
  • Stärkere Dämpfung als Dämpfungsschuhe möglich - erhöhte Sprengung (= Erhöhung der Ferse) verringert das Gefühl für den Untergrund
  • Oftmals zusätzlich verstärkte Sohle - zu starke und teilweise einseitige Entlastung von Sehnen und Muskeln

Trailschuhe mit den oben genannten Eigenschaften sollten aufgrund der aufgeführten Nachteile wirklich nur von Läufern getragen werden, die im "echten" Gelände mit Geröll und steinigen Wegen unterwegs sind und daher starken Schutz vor Wasser sowie besonderen Halt und Dämpfung benötigen. Wähle die Dämpfung gut aus und sei Dir der eventuellen Nachteile bewusst.

Was Du bei der Auswahl von Trailschuhen beachten solltest

Wähle den Schuh möglichst passend für Dein Trainingsterrain. Bedenke: je fester die Sohle ist, desto mehr Schutz bietet sie zwar vor spitzen Steinen und anderen Unebenheiten. Die mögliche Anpassung an den Untergrund verringert sich jedoch in gleichem Maße, was wiederum das Verletzungsrisiko durch Umknicken erhöht. Diese Art der Laufschuhe ist die unflexibelste und eignet sich wirklich NUR für das Laufen im (harten) Gelände.

Wettkampfschuhe

Wettkampfschuhe zeichnen sich durch ihr geringes Gewicht aus und werden primär von erfahrenen Läufern getragen, die für Wettkämpfe trainieren oder ein schnelles Lauftraining durchziehen. Das Besondere an dieser Schuhkategorie ist ihr leichter und flacher Schuhaufbau. Um Gewicht einzusparen, wird auf Dämpfung, hohe Sprengung oder jedwede Stützen gänzlich verzichtet und spezielle High-tech-Materialien verwendet. Wettkampfschuhe weisen alle einen gebogenen Leisten auf. Generell sollte diese Art Schuh nicht länger als 400km getragen werden, da sie sich stark abnutzen.

Vorteile von Wettkampfschuhen:

  • An erster Stelle steht natürlich das geringe Gewicht, was zu einer Energieeinsparung bei der Beschleunigung der Füße führt
  • Der Bodenkontakt ist ebenso wie das Gefühl für den Untergrund herausragend, nicht nur im Wettkampf
  • Kaum Energieverlust beim Aufsetzen und Abdrücken des Fußes, da die harte Sohle schnel in ihre Ausgangsposition zurückkehrt

Aufgrund der fehlenden Dämpfung, der großen Flexibilität und der Sohlenhärte dieser Art von Laufschuhen sind diese nicht für das regelmäßige Training zu empfehlen. Generell sollten nur sehr trainierte Läufer auf Wettkampfschuhe zurückgreifen, übergewichtigen Läufer hingegegen ist selbst im Wettkampf davon abzuraten. Der Einsatz von Wettkampfschuhen macht eigentlich nur dann Sinn, wenn es auf geringste Zeit- und Geschwindigkeitsunterschiede ankommt.

Was Du vor dem Kauf von Wettkampfschuhen beachten solltest

Zu Wettkampfschuhen greifst Du nur als normalgewichtiger und sehr erfahrener Läufer mit trainierten Fußmuskeln und Bändern, da gerine Dämpfung und minimale Stabilität Dich und Deinen Bewegungsapparat ansonsten schnell überfordern und zu Verletzungen führen könnten. Auch wenn Du Fehlstellungen oder eine Überpronation nicht durch regelmäßiges Training oder Behandlung beseitigen kannst, solltest Du Dir keine Wettkampfschuhe zulegen. Auf der Suche nach einem leichten Laufschuh ist Laufanfängern, schweren oder überpronierenden Läufern der Griff zu einem Lightweight Trainer als Zweitschuh zu empfehlen. 

Im Übrigen kommt es bei Wettkampfschuhen ganz besonders auf die perfekte Passform an, weswegen Du Dich gut beraten lassen solltest.